WordCamp Europe 2019 in Berlin

Dieser Jahr war es soweit: Das WordCamp Europe kam zu uns nach Berlin! Und es hat sich gelohnt! Vom 20 bis 22 Juni gab es viel zu sehen, zu entdecken und zu lernen. Ausgetragen wurde die Veranstaltung im Estrel Hotel Berlin, organisiert von mehr als einhundert freiwilligen WordPress-Enthusiasten.

Mit über 3200 verkauften Tickets war die Veranstaltung die (bisher) größte überhaupt im WordPress Universum. Teilnehmer aus über 90 verschiedenen Ländern sind angereist, um am Event teilzunehmen. Einer hat es direkt übertrieben und seine 718 km lange Anreise komplett per Pedes organisiert…

Die Konferenztage

Neben der Auftaktveranstaltung für die Sponsoren am Donnerstag, den 20. Juni, bestand das Event aus zwei darauf folgenden Konferenztagen und massig Inhalt für alle Teilnehmer. Jeweils der ganze Tag war verplant. Stündlich konnte man zwischen 3 Präsentationen und oftmals einem zusätzlichen Workshop wählen. Aus Platzgründen mussten die Workshops dieses Jahr vor Ort am selben Tag gebucht werden.

Die Vorträge wurden in drei Kategorien eingeordnet: Content, Business und Development. Die Slots waren auch gut verteilt, sodass für jeden immer etwas interessantes dabei war. Lediglich der Saal für die entwicklungsbezogenen Präsentationen war fast immer übervoll.

Alle Talks, die ich sehen konnte, waren durchweg gut. Von Anekdoten aus dem Leben, Verbesserungsmöglichkeiten für Inhalte und CSS sowie Infos zum neuen Block-Editor „Gutenberg“, war wirklich alles dabei. Besonders herausgestochen haben dabei die Lightning-Talks, die nur ca. 15 Minuten lang sein durften und keine Fragerunde dargeboten haben.

Für meine Begriffe waren die Lightning-Talks das beste Format: Hier liegt der Fokus auf dem Inhalt. Die Vorträge auf 15 Minuten einzudampfen hat ihnen ordentlich Struktur verliehen. Für eventuelle Fragen zum Thema war danach genügend Zeit, denn man war ja schließlich auf demselben Event. Ein Speaker hat sein Material sowie ein FAQ zum Thema Sicherheit auch auf seiner Website zur Verfügung gestellt.

Workshops

Oder eigentlich nur einer, denn für einen Platz im zweiten Workshop am letzten Tag war ich einfach zu langsam…

Der Workshop von George Gkouvousis behandelte eine schnelle Methode der Installation von WordPress auf einem beliebigen, Unix-basierten Server. Für sein Beispiel nutzte er einen Ubuntu 18.04 LTS von Hetzner. Installiert wird mit dem Tool der gesamte LAMP Stack inklusive Konfiguration. Die Installation kann auch für WordPress optimiert werden, wodurch zusätzlich Konfiguration, einige PlugIns sowie – auf Wunsch – auch ein Redis Cache mitkommt.

Auch wenn ich den Ansatz sehr interessant fand, endete der Workshop leider in einer Art Verkaufsveranstaltung. Es gab wenig Eigenbeteiligung (auch aus Zeitgründen), aber dafür viel zu Erzählen von den Entwicklern. Die Aufgabe für die Beteiligten war es, 2 Zeilen Code von einer Website zu kopieren und in einer Kommandozeile einzufügen. Meiner Meinung nach viel zu wenig für einen Workshop.

Natürlich kann nicht immer alles glatt laufen und natürlich basierte der Workshop auf dem Zutun eines Freiwilligen, aber ein bisschen enttäuscht war ich schon. Meine Kollegen haben allerdings von besseren Workshops berichtet.

Fazit

Es war mein erstes WordCamp und es war ein Gutes! Mein Respekt geht an all die freiwilligen Organisatoren, Vortragenden und meinen Kollegen Bernhard für dieses einmalige Event! Organisatorisch war es eine super Leistung, die Location war gut gewählt, alle hatten Platz, immer etwas zu Trinken, gutes Essen und viel zu sehen, zu lernen und zu staunen.

Danke auch an diese riesige WordPress Community, die solche Events überhaupt erst ermöglicht!

Vielleicht lohnt es sich im nächsten Jahr Urlaub in Porto zu machen?! 🙂

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